Hasarde Cheratte

Eines Tages erzählte mir meine Lebensgefährtin von einer stillgelegten Kohlenmine im benachbarten Belgien, die sie vor einiger Zeit entdeckt hätte. Das Fotografieren war damals nur daran gescheitert, dass ein Zugang in das ofiziell aus Sicherheistgründen gesperrte Gelände nicht zu entdecken war. Der Zugang ist mittlerweile gefunden und mit Helm und Kamera bewaffnet konnte die Dokumentation beginnen.

Der Name der Mine ist “Charbonnage du Hasard de Cheratte” und sie liegt in der Provinz Visé im Maastal. Die ersten Bohrungen und somit der Beginn der Zechengeschichte datieren auf das Jahr 1848. In den produktivsten Zeiten wurden dort bis zu 1000 Tonnen Kohle pro Tag gefördert. Wassereinbrüche durch die benachbarte Maas bereiteten teils große Probleme und ein bedeutender Einbruch im Jahre 1877 forderte den Tod mehrerer Kumpel.

Die Kohlenmine wurde im Jahr 1987 stillgelegt und steht unter Denkmalschutz. Eine Besonderheit stellen der vollständig erhaltene Malakowturm und der trotz unübersehbarer Spuren von Vandalismus allgemein gute Erhaltungszustand der kompletten Anlage dar.